Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler – die vollständige Aufstellung aller Nebenkosten beim Immobilienkauf in München. Inklusive Bundesländervergleich und Rechenbeispielen.
Bayern hat mit 3,5 % die niedrigste Grunderwerbsteuer in Deutschland. Bei einem Kaufpreis von 600.000 € sparen Sie gegenüber NRW (6,5 %) rund 18.000 € allein bei der Grunderwerbsteuer. Das ist ein erheblicher Vorteil des Münchner Markts.
Bayern hat den niedrigsten Satz deutschlandweit – großer Vorteil für München-Käufer
3,50 %
bei 500.000 €
17.500 €
Gesetzlich geregelt (GNotKG) – kein Verhandlungsspielraum
0,75–1,00 %
bei 500.000 €
3.750–5.000 €
Eintragung von Eigentümerwechsel und Grundschuld
0,50–0,75 %
bei 500.000 €
2.500–3.750 €
Seit 2020 halbierte Käuferprovision. Seit Dez. 2020 gilt in Deutschland: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens 50 % der Provision.
1,785–3,570 %
bei 500.000 €
8.925–17.850 €
Pflicht bei Bankfinanzierung – Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch
0,20–0,30 %
bei 500.000 €
1.000–1.500 €
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer | Gesamt | Quote |
|---|---|---|---|
| 300.000 € | 10.500 € | 26.710 € | 8,9 % |
| 500.000 € | 17.500 € | 43.850 € | 8,8 % |
| 750.000 € | 26.250 € | 64.525 € | 8,6 % |
| 1.000.000 € | 35.000 € | 85.200 € | 8,5 % |
Bayern ist mit 3,5 % der günstigste Standort – ein echter Vorteil für Münchner Immobilienkäufer.
Bayern
3,50 %
Gesamt 8,5–9,0 %
Günstigster Satz!
Sachsen
3,50 %
Gesamt 8,5–9,0 %
Hamburg
5,50 %
Gesamt 10,5–11,0 %
Baden-Württemberg
5,00 %
Gesamt 10,0–10,5 %
NRW
6,50 %
Gesamt 11,5–12,0 %
Brandenburg
6,50 %
Gesamt 11,5–12,0 %
Schleswig-Holstein
6,50 %
Gesamt 11,5–12,0 %
Thüringen
6,50 %
Gesamt 11,5–12,0 %
In München (Bayern) betragen die Kaufnebenkosten 8,5–9,0 % des Kaufpreises: 3,5 % Grunderwerbsteuer (Bayern hat bundesweit den niedrigsten Satz), ca. 1,5–1,75 % Notar- und Grundbuchgebühren, und bei Maklerbeteiligung 1,785–3,57 % Käuferanteil. Bei einem Kaufpreis von 600.000 € sind das 51.000–54.000 € Nebenkosten, die fast immer aus Eigenkapital finanziert werden müssen.
In der Regel nein – die meisten Banken verlangen, dass die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden. Nur wenige Banken finanzieren die Nebenkosten mit (110-%-Finanzierung), aber dann zu deutlich schlechteren Zinsen und mit strengeren Anforderungen. Planen Sie die Nebenkosten immer als separaten Eigenkapitalposten ein.
Eine vollständige Vermeidung ist kaum möglich. Es gibt jedoch legale Gestaltungsmöglichkeiten: Bewegliche Gegenstände (Einbauküche, Gartenhütte) können im Vertrag separat ausgewiesen werden – diese unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer. Der Wert darf aber 15 % des Kaufpreises nicht übersteigen und muss marktüblich sein. Lassen Sie sich hierzu vom Notar beraten.
Die Grunderwerbsteuer muss innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Steuerbescheids gezahlt werden. Das Finanzamt schickt den Bescheid kurz nach dem Notartermin. Erst nach Zahlung stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus – ohne diese wird die Eigentumsumschreibung im Grundbuch nicht vollzogen.
Seit Dezember 2020 gilt: Wer den Makler beauftragt, muss mindestens 50 % seiner Provision selbst tragen. Bei klassischer Maklercourtage von 7,14 % (inkl. MwSt.) trägt der Käufer also 3,57 %. Viele Münchner Immobilien werden jedoch ohne Makler verkauft – prüfen Sie immer, ob ein Makler involviert ist.
Wir erklären Ihnen genau, welche Nebenkosten auf Sie zukommen und wie Sie diese optimal in Ihrer Eigenkapitalplanung berücksichtigen.
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